Finanzielle Vorsorge

Aktualisiert: Jan 8

Lange Zeit dachte ich, dass das Thema Vorsorge erst in späteren Jahren für mich relevant sein würde. Es gibt ja schließlich die gesetzliche Rente, in die knappe 20% des Bruttolohns, jedes Jahr eingezahlt werden. Außerdem dauert es ja noch lange bis, das Thema für mich relevant wird. Bestimmt genügt es, wenn ich mich mit 50 oder spätestens 55 darum kümmere.


So oder so ähnlich waren meine Gedanken vor ca. 10 Jahren zum Thema finanzielle Vorsorge. Der demogarfische Wandel, Inflation, Altersarmut waren leere Worthülsen, die für mich bestimmt nicht relevant sind. Leider war ich da ziemlich auf dem Holzweg. (Woher das Sprichwort kommt auf dem Holzweg sein: ).


Leider ist es aktuell so, dass jeder sich mit finanzieller Vorsorge befassen MUSS. Ja, jeder muss sich befassen. Das ist jedenfalls meine Meinung 😊. Allen, die es nicht tun droht zwar keine Strafe im zivilrechtlichen Sinn, aber alle die es nicht tun, werden im Rentenalter ein großes Problem zu bewältigen haben. Ausgenommen sind natürlich sehr wohlhabende Personenkreise, aber auch denen rate ich, sich dem Thema anzunehmen um einfach Klarheit zu haben, mit was sie im wohlverdienten Ruhestand rechnen können.

Rentenstatistik 2019 - So schlimm sieht es aus!

Lasst uns doch einmal einen kurzen Blick auf die Zahlen aus dem Jahr 2019 werfe. In 2019 gab es laut der Deutschen Rentenversicherung ca. 25 Millionen Rentnerinnen und Rentner, wobei sich diese in die Kategorien "Rente wegen verminderter Erwerbstätigkeit (ca. 1.8 Mio.)", "Altersrente (18 Mio.)" sowie "Rente wegen Todes (5.6 Mio.)" clustern lassen. Die durchschnittliche Nettorente vor Steuern über alle drei Kategorien liegt bei 871€. In der Kategorie "Altersrente" liegt der Durchschnitt bei 954€, wobei Männer 1.187€ und Frauen 7.68€ bekamen. Ja so ernst ist die Lage tatsächlich. Hinweis: Bei diesen Beträgen sind bereits die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen, die Einkommenssteuer jedoch nicht. Der Durchschnittliche Betrag inkl. KV und PV lag 2019 bei 1.269€


Verwechslungsgefahr

Nicht zu verwechseln mit dem Eckrentner, dessen Rente für 2019 bei knapp 1500€ lag. Dabei handelt es sich um einen Rentner, dessen Bruttoeikommen in jedem Jahr dem deutschen Durchschnittverdienst entsprach. Der Eckrentner und das Renteneinkommen dieser Person ist also ein Kunst- bzw. eine Kunstgröße und hat wenig Relevanz für uns. Ach was sage ich, diese fiktive Person ist irrelevant und dient nur zur Beschönigung. Trotzdem wird diese Kunstgröße immer wieder herangezogen. Also Obacht, wenn ihr über diesen Begriff stolpert.


Es wird noch schlimmer

Die genannten Rentenbeträge sind nicht gerade viel. Gehen dann noch Einkommenssteuer sowie weitere Kosten für Wohnung, Essen/Trinken und Leben ab, so bleibt wahrscheinlich am Ende des Monats kaum noch Geld übrig. Darüber hinaus soll das der Lohn sein für 40-50 Jahre arbeiten? Eigentlich wolltet ihr im letzten Lebensdrittel euch und euren Liebsten auch mal was gönnen.

Und als wäre das noch nicht schlimm genug, so tragen die folgenden Punkte ebenfalls zu geringeren Renten bei


  • Inflation > Rentenanpassung

  • 100% Rentenbesteuerung ab 2040

  • Überschätzung der gesetzlichen Rente

  • über 76,83% der deutschen betreiben keine Altersvorsorge


Ohne tiefer in eure persönliche Situation einzusteigen, vermitteln die durchschnittlichen Zahlen sowie die oben genannten Sichtpunkte eines ganz klar. Wer nicht im Vorfeld sich um das Thema gekümmert hat, der muss am Ende des Arbeitslebens jeden Eure mehrfach umdrehen. Daher mein Apell an Euch. Kümmert euch. Und mit kümmern, meine ich nicht, dass Ihr in blinden Aktionismus verfallt, sondern zuerst eure Situation analysiert und den Status Quo ermittelt. Wenn ihr dabei Unterstützung benötigt, biete euch meine Website viel Nützliches.


Blog

Hier erfahrt ihr viel Wissenswertes über das Thema Vorsorge, Rente, finanzielle Bildung, wie ich das Thema angehe und wir ihr eure Situation analysieren könnt. Ebenso berichte ich schonungslos ehrlich über meine Investments und die Fehler die ich dabei gemacht habe bzw. die Hürden die es zu bewältigen galt.


Tools

Dabei könnt ihr auf Tools zurückgreifen, die ich extra für dieses Thema entwickelt habe. Beispielsweise könnt ihr mit diesen drei Tool

  • Vorsorgelücke

  • Vorsorgeplaner

  • ETF-Kalkulator

eure Situation analysieren, bewerten und eine Vorsorge-Strategie ableiten. In diesem Artikel (Eure Vorsorgen Analyse) zeige ich euch, wie ihr mit diesen Helferlein arbeiten könnt.


Mein Vorsorgeplan

Probieren geht über Studieren. Um euch direkt und ganz praktisch zu zeigen wie da ganze funktionieren kann. Könnt ihr in hier meinen persönlichen Vorsorgeplan sowie den aktuellen Status einsehen.


Wissenswertes Hier teile ich mit dir Informationen zum Thema finanzielle Bildung.Schau doch mal in dieser Kategorie nach, wenn du beispielsweise wissen möchtes welche Bücher ich gelesen habe oder bei welchen P2P Anbietern ich selber aktiv bin.


Beratung

Noch in Planung.


Viele Grüße und gutes Vorsorgen,

Matthias

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